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Verb

Ein Verb ist eine Wortart und ein fachspezifischer Ausdruck in der deutschen Grammatik für ein Wort, das eine Tätigkeit, einen Zustand oder ein Geschehen ausdrückt. In der Grundschule lernen Kindern zunächst, das Wörter mit denen eine Tätigkeit ausgedrückt werden soll ein sogenanntes "Tuwort" ist. Das Wort "Verb" selbst stammt aus dem Lateinischen und ist eine Entlehnung aus dem 16. Jahrhundert von verbum.

 

Weitere Bezeichnungen für "VERB" = Zeitwörter, Tätigkeitswörter. 

Es gibt verschiedene Verbformen, die es zu unterscheiden gilt:

1. Regelmäßige Verben - die sich einfach konjugieren lassen:

Grundform (Infinitiv) Wortstamm Singular (Einzahl) Plural (Mehrzahl)
ich du er/sie/es wir ihr sie
machen mach mache machst macht machen macht machen
Endungen -e -st -t -en -t -en

Die Personalendungen der regelmäßigen Verben sind (fast) immer die selben, wodurch sie einfach erscheint.

 

2. Unregelmäßige Verben - ändern sich während der Konjugation. Hier am Beispiel des Verbs "helfen":

Grundform (Infinitiv) Wortstamm Singular (Einzahl) Plural (Mehrzahl)
ich du er/sie/es wir ihr sie
helfen helf helfe hilfst hilft helfen helft helfen
Endungen -e -st -t -en -t -en

Zwar sind die Endungen die selben, das Verb selbst ändert seine Form in der 2. Person Singular: du hilfst, und in der 3. Person Singular: Er hilft. Dabei geht der Wortstamm "helf" verloren. Es findet ein Vokalwechsel statt.

Verändern sich die Zeitformen werden die Unterschiede noch deutlicher sichtbar:

Unregelm. Verb Infinitiv Präteritum Partizip Perfekt
braten braten briet gebraten
frieren frieren fror gefroren
gedeihen gedeihen gedieh gediehen
genesen genesen genas genesen
tun tun tat getan
singen singen sangst gesungen
reiten reiten rit geritten
Regelmäßiges Verb Infinitiv Präteritum Partizip Perfekt
lernen lernen lernte gelernt
arbeiten arbeiten arbeitete gearbeitet
atmen atmen atmete geatmet
dehnen dehnen dehnte gedehnt
folgen folgen folgte gefolgt
jubeln jubeln jubelte gejubelt

 

3. Modalverben - treten meist in einem Satz mit einem zweiten Verb, dem sogenannten "Vollverb" auf und werden anstelle dessen konjugiert. Das Vollwerb steht dabei am Satzende:

Position 1 Modalverb Mittelfeld Vollverb
Lena muss ihrem Bruder helfen.
Tim kann mit seinem Auto fahren.
Jenny will im Sommer viel Eis essen.

 

4. Reflexive Verben - verlangen ein zusätzliches Reflexivpronomen, welches im Dativ oder im Akkusativ stehen kann. "Reflexiv" bedeutet in diesem Zusammenhang "rückbezüglich", sich auf auf das Subjekt im Satz rückbeziehend.

Beispiel: das reflexive Verb "freuen"

Subjekt reflexives Verb Reflexivpronomen
Ich  freue  mich.
Du  freust dich.
Er  freut  sich

 

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